Risikoteilung am Bau: Wann Festpreise zum Risiko werden

Risikoteilung am Bau: Wann Festpreise zum Risiko werden
Kategorie: Wirtschaft
vor 3 Wochen

Ein Festpreis schafft Kostensicherheit, wenn Leistungsumfang, Baugrund und Zeitplan verlässlich beschrieben sind. Ändern sich diese Voraussetzungen, kann das Modell für eine Seite zum Risiko werden. Deshalb sollten Bauherren und Auftragnehmer vor Vertragsabschluss klären, welche Annahmen gelten und wie Änderungen behandelt werden.

Drei mögliche Modelle

Festpreis mit klarer Leistungsbeschreibung

Der Preis bleibt fest, solange Umfang und Rahmenbedingungen unverändert bleiben. Abweichungen und zusätzliche Leistungen sollten nachvollziehbar dokumentiert und geregelt werden.

Preisgleit- oder Anpassungsklauseln

Für bestimmte, vorher definierte Kostenänderungen kann eine Anpassung vereinbart werden. Die Klausel sollte Auslöser, Berechnung und Nachweise eindeutig beschreiben.

Abrechnung nach Aufwand mit Transparenz

Bei schwer kalkulierbaren Leistungen kann eine offene Abrechnung sinnvoll sein. Dafür braucht es klare Stundensätze, Belege, regelmäßige Kostenübersichten und gegebenenfalls eine Obergrenze.

Keine Prozentregel für jedes Projekt

Welche Aufteilung passt, hängt unter anderem von Planungstiefe, Baugrund, Materialrisiken und Änderungswahrscheinlichkeit ab. Eine allgemeingültige prozentuale Verteilung gibt es nicht. Die Parteien sollten Risiken konkret benennen und die Vereinbarung fachkundig prüfen lassen.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine rechtliche Beratung.

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